Katzengras und Katzenkräuter – welche sind sicher?
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Wenn eine Katze zum ersten Mal an der Monstera knabbert, ist der Schreck groß, und das zu Recht: Monstera ist für Katzen giftig! Genau solche Momente sind der Grund, sich intensiv mit katzensicheren Pflanzen zu beschäftigen. Hier ist alles, was du wissen musst.
Warum fressen Katzen Gras?
Katzen sind zwar Fleischfresser, aber sie knabbern instinktiv an Gräsern und Pflanzen. Die Gründe:
- Verdauungshilfe: Gras regt die Verdauung an und hilft beim Auswürgen von Haarballen.
- Folsäure: Gras enthält Folsäure (Vitamin B9), die für die Blutbildung wichtig ist.
- Instinkt: Auch Wildkatzen fressen gelegentlich Gras, es ist ein natürliches Verhalten.
- Langeweile: Manchmal knabbern Wohnungskatzen auch aus Langeweile an allem, was grün ist.
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Sichere Kräuter und Gräser für Katzen
Katzengras (Cyperus, Weizen, Hafer)
Der Klassiker. Es gibt verschiedene Sorten:
- Zyperngras (Cyperus alternifolius): Langes, schmales Gras. Sieht hübsch aus, wächst schnell. Aber Vorsicht: Die harten Blattspitzen können bei manchen Katzen die Speiseröhre reizen.
- Weizengrass: Weiche Halme, super verträglich. Die beste Empfehlung für den Anfang!
- Hafergras: Ähnlich wie Weizengras, ebenfalls sehr gut verträglich.
- Gerstengras: Weich, vitaminreich und einfach zu ziehen.
Katzenminze (Nepeta cataria)
Der Star unter den Katzenkräutern! Katzenminze enthält Nepetalacton, das bei vielen Katzen eine euphorische Reaktion auslöst. Sie rollen sich darin, sabbern und werden verrückt. Absolut ungefährlich und ein tolles Spielzeug!
Baldrian (Valeriana)
Wirkt ähnlich wie Katzenminze, aber oft noch stärker. Manche Katzen, die auf Katzenminze nicht reagieren, drehen bei Baldrian durch. Der Nachteil: Baldrian riecht für die menschliche Nase... gewöhnungsbedürftig.
Weitere sichere Pflanzen
- Katzengamander (Teucrium marum): Aromatisch, ungiftig, beliebt bei Katzen
- Petersilie: In kleinen Mengen ungefährlich
- Lavendel: Die meisten Katzen meiden ihn wegen des Geruchs, aber giftig ist er nicht
- Thymian: Unbedenklich und sogar leicht antibakteriell
Giftige Pflanzen: Finger weg!
Jetzt kommt die wichtige Liste. Diese Pflanzen sind für Katzen giftig und gehören NICHT in einen Katzenhaushalt:
- Lilien (alle Sorten): EXTREM giftig! Schon der Pollen kann Nierenversagen auslösen.
- Weihnachtsstern: Milchsaft reizt Schleimhäute und Magen-Darm-Trakt
- Dieffenbachia: Enthält Calciumoxalat-Kristalle, schmerzhafte Schwellungen
- Efeu: Giftig für Magen-Darm-Trakt und Haut
- Monstera: Wie Dieffenbachia, Calciumoxalat
- Drachenbaum: Kann zu Erbrechen und Durchfall führen
- Aloe Vera: Das Gel ist zwar für Menschen toll, aber für Katzen giftig
- Tulpen und Narzissen: Alle Teile giftig, besonders die Zwiebeln
Katzengras selber ziehen: Anleitung
Katzengras selbst zu ziehen ist super einfach und viel günstiger als fertiges Gras im Zoofachhandel:
- Samen kaufen: Weizen- oder Hafersamen aus dem Biomarkt (ca. 2 Euro für 500 g, reicht ewig!)
- Samen einweichen: Über Nacht in Wasser quellen lassen
- Aussaat: Auf feuchte Erde in einem Blumentopf verteilen, dünn mit Erde bedecken
- Feucht halten: Täglich gießen, aber nicht ertränken
- Warten: Nach 5–7 Tagen sprießen die ersten Halme
- Servieren: Ab einer Höhe von 8–10 cm darf deine Katze ran!
Praktisch sind immer 2–3 Töpfe in Rotation: Einen zum Fressen, einen zum Wachsen und einen frisch angesäten. So steht jederzeit frisches Gras bereit!
Bonus: Wie du erkennst, ob eine Pflanze sicher ist
Im Zweifel gilt: Wenn du nicht zu 100 Prozent sicher bist, dass eine Pflanze ungefährlich ist, stelle sie außer Reichweite oder schaffe sie ab. Es gibt umfangreiche Listen giftiger Pflanzen online, zum Beispiel von der Veterinärmedizin-Universität. Fotografiere jede neue Pflanze und prüfe sie vorher. Am besten checkst du alle deine Zimmerpflanzen einmal komplett durch und trennst dich von den giftigen Exemplaren, zum Beispiel, indem du sie an Freunde ohne Katzen verschenkst. Stattdessen eignen sich Grünlilie, Goldfruchtpalme und echtes Katzengras für die Fensterbank. Alles sicher, alles hübsch, und die Katze knabbert trotzdem nur am Katzengras!
Noch ein Wort zu Blumensträußen: Wenn dir jemand Blumen schenkt, prüfe sofort, ob Lilien dabei sind. Selbst der Blütenstaub auf dem Fell, den die Katze dann ableckt, kann zu schweren Nierenschäden führen. Im Zweifel lieber auf den Esstisch stellen und die Tür schließen, oder direkt um lilienfreie Sträuße bitten.
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Veröffentlicht durch die Katze Daheim-Redaktion. Veröffentlicht am 8. Oktober 2026.
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