Nassfutter vs. Trockenfutter – was ist besser für deine Katze?
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Im Zoofachhandel fühlt man sich schnell wie im Dschungel: Hunderte Dosen, Tüten und Beutel, alle versprechen das Beste für deine Katze. Aber was stimmt denn nun: Nassfutter oder Trockenfutter? Spoiler: Die Antwort ist nicht so einfach, wie du vielleicht denkst.
Nassfutter: die Vorteile
Nassfutter hat einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 75–80 % und kommt damit dem natürlichen Fressverhalten einer Katze am nächsten. In der Natur nehmen Katzen den Großteil ihres Wassers über die Beute auf. Hier die Vorteile:
- Hoher Wassergehalt: Unterstützt die Nierenfunktion und beugt Harnwegserkrankungen vor, gerade für trinkfaule Katzen wichtig!
- Hohe Akzeptanz: Die meisten Katzen lieben Nassfutter wegen des intensiven Geruchs und Geschmacks.
- Weniger Kohlenhydrate: Hochwertiges Nassfutter enthält oft weniger Getreide und Füllstoffe.
- Besser für übergewichtige Katzen: Durch den Wassergehalt hat es weniger Kalorien pro Portion.
Nassfutter: die Nachteile
- Teurer: Pro Mahlzeit deutlich teurer als Trockenfutter. Bei mehreren Katzen macht sich das im Geldbeutel bemerkbar!
- Schnell verderblich: Angebrochene Dosen müssen in den Kühlschrank und innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.
- Zahnpflege: Nassfutter trägt nicht zur mechanischen Zahnreinigung bei.
- Geruch: Manche Sorten riechen... sagen wir mal "intensiv". In einer kleinen Wohnung merkst du das sofort.
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Trockenfutter: die Vorteile
- Günstiger: Deutlich preiswerter, besonders wenn du größere Packungen kaufst.
- Lange haltbar: Auch geöffnet hält es wochenlang, wenn du es trocken und dunkel lagerst.
- Praktisch: Perfekt für Futterautomaten und wenn du länger weg bist.
- Zahnreinigung: Das Kauen der Kroketten kann leicht zur Zahnreinigung beitragen, aber überschätze diesen Effekt nicht.
Trockenfutter: die Nachteile
- Wenig Feuchtigkeit: Nur ca. 10 % Wassergehalt. Katzen, die wenig trinken, können Nierenprobleme entwickeln.
- Hoher Kohlenhydratanteil: Viele günstige Sorten enthalten viel Getreide, das Katzen nicht gut verwerten können.
- Kaloriendicht: Leicht zu überfüttern, was zu Übergewicht führt.
- Suchtverdacht: Manche Marken verwenden Lockstoffe, die die Katze "abhängig" machen.
Mischfütterung: das Beste aus beiden Welten?
Ein besonders praktischer Weg ist die Mischfütterung. Sie kann zum Beispiel so aussehen:
- Morgens: Nassfutter als Hauptmahlzeit, ca. 200 g pro Katze
- Abends: Nochmal Nassfutter, gleiche Menge
- Zwischendurch: Eine kleine Portion hochwertiges Trockenfutter im Fummelbrett als Beschäftigung
So bekommt jede Katze genügend Flüssigkeit über das Nassfutter und hat trotzdem etwas zum Knabbern. Außerdem macht das Trockenfutter im Fummelbrett die Katzen glücklich und beschäftigt, wenn niemand zu Hause ist.
- Fleischanteil: Mindestens 60 %, idealerweise höher. "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist eine Mogelpackung.
- Kein Zucker: Hat im Katzenfutter nichts verloren. Wird manchmal als Karamell getarnt.
- Kein Getreide: Katzen sind Fleischfresser. Getreide ist nur billiger Füllstoff.
- Deklaration: Je genauer die Inhaltsstoffe aufgelistet sind, desto besser. "Huhn 65 %, Hühnerherzen 10 %" ist besser als "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse".
- Taurin: Lebenswichtig für Katzen! Muss enthalten sein.
Was kostet gutes Futter im Monat?
Damit du planen kannst, hier typische monatliche Futterkosten pro Katze:
- Günstiges Nassfutter: ca. 30–40 Euro
- Mittelklasse-Nassfutter: ca. 50–70 Euro
- Premium-Nassfutter: ca. 80–120 Euro
- Trockenfutter (hochwertig): ca. 15–25 Euro
Bei drei Katzen und Mischfütterung kommen schnell etwa 150–180 Euro im Monat zusammen. Ja, das ist nicht wenig. Aber gesunde Katzen bedeuten auch weniger Tierarztkosten!
Bonusthema: Futterumstellung richtig machen
Wenn du das Futter wechseln willst, mache das bitte langsam. Stelle über 7–10 Tage um: Am Anfang mischst du nur 10–20 Prozent des neuen Futters unter das alte. Jeden zweiten Tag erhöhst du den Anteil. So vermeidest du Verdauungsprobleme und gibst deiner Katze Zeit, sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen. Wenn deine Katze das neue Futter komplett verweigert, probiere eine andere Marke. Jede Katze hat ihren eigenen Geschmack, die eine liebt Huhn, die nächste akzeptiert nur Fisch, und manche fressen einfach alles.
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Veröffentlicht durch die Katze Daheim-Redaktion. Veröffentlicht am 16. September 2026.
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